Rohrweihe©Lutz Ritzel

[1] Frühlingserwachen in den Wümmewiesen

Eine der schönsten Möglichkeiten, der Natur beim Abschütteln der Winterstarre zuzusehen, bieten die Wümmewiesen. Schon, wenn man über die Wümmebrücke am östlichen Ortsausgang von Borgfeld kommt, öffnet sich der nahezu grenzenlose Blick in die weite, Kühle vermittelnde Wiesenlandschaft, die noch immer großflächig überflutet ist.

Diesen früher in der Norddeutschen Tiefebene häufigen Anblick finden Sie heutzutage nur noch selten. Um den Landwirten eine möglichst frühe Nutzung ihrer Wiesen zu ermöglichen, werden winterliche Hochwässer normalerweise schnell entwässert. Für zahlreiche Rast- und Wiesenvögel bedeutet diese Praxis allerdings den Verlust von Lebensraum: sie brauchen die flachen Wasserflächen für ihre Nahrungssuche und als Schutz vor zahlreichen Räubern. Daher wurde für das Naturschutzgebiet Borgfelder Wümmewiesen, das nach Osten in die Fischerhuder Wümmeniederung übergeht, ein Wassermanagement mit den heimischen Landwirten vereinbart, das den Bedürfnissen der Pflanzen- und Tierwelt weitgehend entgegen kommt. Dazu gehören auch kleine Stauanlagen, die den schnellen Abfluss des Wassers in die Wümme verhindern.

Wenn Sie nun auf dem großen Moordamm, der für Autos gesperrt ist, mitten durch diese beeindruckende Wiesenlandschaft wandern oder radeln, sollten Sie ihr Fernglas (oder besser noch ein starkes Spektiv) nicht vergessen haben. Denn mit diesem lassen sich die zahlreichen Vögel wunderbar beobachten (Naturbeobachtungen). Bleiben Sie dabei bitte auf dem Hauptweg, denn die Fluchtdistanz der Vögel - etwa der Wildgänse oder der nordischen Schwäne - ist beträchtlich. Bereits ein einziger freilaufender Hund oder ein unbedachter Spaziergänger kann mehrere tausend Wasservögel aufscheuchen.

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Borgfelder Wümmewiesen
Borgfelder Wümmewiesen, Foto: Lothar Naumann

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