Geestkante an der Lesum ©A. Nowara

Geest

Richtig oder falsch: In Bremen ist die Landschaft flach, der höchste Punkt Bremens ist die Bremer Düne, da wo der Dom steht, mit ca. 9 Meter über Normal Null (NN).

Diese Aussage ist falsch!

Wenn Sie aus dem Blockland oder von der Unteren Wümme Richtung Bremen-Nord blicken,  erkennen Sie einen für hiesige Verhältnisse markanten Höhensprung der Landschaft: Die Geestkante, die einen grundlegend anderen Charakter der Landschaft ankündigt. Statt flaches, nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegendes Feuchtgrünland, dominieren jetzt teilweise bewaldete flache Hügel. Nicht umsonst befinden sich in Bremen-Nord die einzigen erwähnenswerten Waldbestände Bremens. 

Während der Saaleeiszeit vor etwa 200.000 Jahren brachten die aus Skandinavien vordringenden Gletscher große Felsblöcke nach Norddeutschland und lagerten sie fein zerrieben als sandig-lehmige hügelige Grundmoräne ab. Daraus entstand die heutige Geest. Mit dem Ansteigen der Temperaturen schmolzen die Gletscher ab, ein Teil des Bodens wurde fortgespült und es entstanden die Geestbachtäler. Recht beachtlich sind so die Höhenunterschiede geworden, dass man auch von der "Bremer Schweiz" spricht.

Auf der Geest gibt es nun völlig andere Lebensräume, als in der flachen, grundwassergeprägten Marsch oder auf den Niedermoorböden. Hier finden wir Wald, oft auch als Park umgestaltet, die Geestbachtäler der Ihle in Lesum und der Blumenthaler Aue und das Schönebecker Auetal sowie die Heideflächen und Heideweiher, von denen an anderer Stelle berichtet wird.

Bedeutsam sind hier die kleinräumigen Wechsel und Unterschiede der Lebensräume, die für das Landschaftserleben viel bieten. Zum Beispiel der Weg an der Geestkante entlang des Ufers der Lesum - mit einem lohnenswerten Abstecher in Knoops Park -  dann weiter am Vegesacker Uferpark. Besuchenswert sind auch der schön wieder hergestellte Wätjenspark und die direkt an der Weser gelegene Bahrs Plate

Eine andere Alternative für schöne Landschaftserlebnisse auf der Geest sind die Gestbachtäler, zum Beispiel die Schönebecker Aue.

Bachabschnitt der Schönebecker Aue I, Foto: Martina Schnaidt
Bachabschnitt der Schönebecker Aue I, Foto: Martina Schnaidt
Bachabschnitt der Schönebecker Aue II, Foto: Martina Schnaidt
Bachabschnitt der Schönebecker Aue II, Foto: Martina Schnaidt
Bachabschnitt der Schönebecker Aue III, Foto: Martina Schnaidt
Bachabschnitt der Schönebecker Aue III, Foto: Martina Schnaidt
Knoops Park, Foto: Adam Nowara
Knoops Park, Foto: Adam Nowara