[23] Am Dunger See

Ort der Stille

Der Dunger See, im Stadtteil Burglesum gelegen, ist ein Ort der Stille, an dem Sie schnell von der Großstadt Abstand gewinnen. Ein regensicherer Unterstand bietet bei jedem Wetter Gelegenheit, das Leben auf dem See zu beobachten. Nehmen Sie aber auf jeden Fall ein Fernglas mit, denn die Vögel auf dem See halten sich meist in großer Entfernung zum Beobachtungsstand auf.

Durch Baggerarbeiten entstanden

Am Rande des Schutzgebiets „Werderland" entstand in den Jahren 1977 bis 1979 durch Sandentnahme ein See. Das Bodenmaterial wurde für den Bau des geplanten „Friedhofs an der Lesum" benötigt, der jedoch nie fertig gestellt wurde. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Golfplatz. Der Baggersee und das angrenzende Gelände stehen unter Naturschutz.

Der Dunger See wird aus Grundwasser gespeist. Allerdings ist der Nährstoffgehalt im Dunger See höher als in den Bremer Klarwasserseen wie dem Kuhgrabensee oder dem Grambker Feldmarksee.

Ein See für den Schutz der Natur

Der Dunger See war von vornherein als Gewässer für den Naturschutz vorgesehen. Mit seinen Inseln, Flachwasserzonen und buchtenreichen Ufern ist er naturnah gestaltet. Im Osten grenzt eine Feuchtbrache an den See.

Naturfreunde besuchen den Dunger See vor allem, um Vögel zu beobachten: Von der Hütte aus sieht man am gegenüber liegenden Ufer zahlreiche hohe Bäume, auf denen Kormorane ihre Gefieder trocknen. Sie sind aber auch beliebte Schlafplätze des Silberreihers, der sich inzwischen außer am Kuhgrabensee auch gern an diesem See aufhält (Link??). Im Sommer können Sie auf dem See mit etwas Glück außer den häufigen Haubentauchern auch den weit selteneren Zwergtaucher beobachten, vielleicht auch die seltene Schnatterente und mit ziemlicher Sicherheit die häufige Reiherente. Graugänse haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt und bevölkern den Dunger See in großer Zahl. Mit viel Glück können Sie auf einem der ins Wasser ragenden Äste auch den Eisvogel sehen.

Die dicht bewachsenen und weitgehend störungsfreien Uferbereiche des Sees sind wichtige Bruthabitate für Vögel, zum Beispiel für die Röhrichtbrüter Rohrdommel und Rohrweihe, und auch das seltene Blaukehlchen baut inzwischen am Dunger See sein Nest.